Lange Mathenacht 1

"Chaos stellt eine äußerste Begrenzung menschlicher Fähigkeiten dar. Chaos wird stets ein Mysterium bleiben, vielleicht das endgültige, allumfassende Mysterium."

Das Wort "Chaos" hat in wissenschaftlichen Kontexten eine besondere Bedeutung, welche der Alltagsbedeutung des Wortes eigentlich eher widerspricht. Chaos drückt nämlich - in wissenschaftlichem Sinne - die Idee von Ordnung inmitten von Unordnung aus. Dabei sind beide Phänomene - Ordnung und Unordnung - aufeinander bezogen, sie bedingen sich wechselseitig. In dieser Interdependenz liegt der besondere Reiz mathematischen Chaos'.

"Unordnung" empfindet der Mathematiker dort, wo er ein Phänomen oder Verhalten nicht vorhersagen kann. In der Geschichte der Chaostheorie mussten Mathematiker lernen, dass selbst einfache Systeme Ergebnisse liefern können, die sich in kein festes Schema einordnen lassen und sogar chaotisches Verhalten zeigen können.

In verschiedenen Modulen sind die Teilnehmer der Langen Mathenacht 2004 dem mathematischen Chaos nachgegangen. Inhalte waren Iteration, Imaginäre Zahlen, die Iteration der logistischen Gleichung, das Feigenbaum-Diagramm, Julia-Mengen und Mandelbrot-Mengen, Fraktale wie das Sierpinski-Dreieck usw.

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